Neujahrskonzert zog in den Uhlandbau um

06.01.2017

Etwa 550 Besucher bejubelten das große Blasorchester des Musikvereins Mühlacker - OB-Motto für 2017 ein Heuss-Zitat: "Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist"

Mühlacker - Heute Abend erstmals im Uhlandbau statt im Mühlehof: das Konzert zum neuen Jahr der Stadt Mühlacker. 550 Besucher kamen in den historischen Konzertsaal, um das große Blasorchester des Musikvereins Mühlacker unter Leitung von Musikdirektor Horst Bartmann sowie von OB Frank Schneider Worte zum neuen Jahr zu hören. Alle Plätze waren in dem eng bestuhlten Saal besetzt. Die Kommentare von Gästen fielen überwiegend positiv aus: Die Stadt und ihre Volkshochschule als Organisator hätten das Beste daraus gemacht, zumal es vor dem Uhlandbau einen nach dem Konzert gut frequentierten Glühweinstand als Neuerung gab. Trotz beengten Verhältnissen im Saal und Parkplatznot vor dem Haus wog die Konzertsaal-Atmosphäre stärker als die Minuspunkte, zumal die Musiker meisterlich spielten und bejubelt wurden. Es sei allerdings eine Übergangslösung bis zum Ersatz für den wegen Brandschutzauflagen stillgelegten Mühlehof.

In seiner Rede unternahm der Oberbürgermeister, der im Oktober zur Wahl ansteht, eine kommunalpolitische Tour de Horizon, und gab sein Motto für 2017 aus, ein Zitat des früheren Bundespräsidenten Theodor Heuss, der zu sagen pflegte: "Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist." Schneider ging auf das gelungene Ortsjubiläum 1250 Jahre Lienzingen ein, das 2016 geprägt habe, nannte die aktuellen Projekte zur Bürgerbeteiligung wie die Zukunftswerkstätten in den Stadtteilen, Dürrmenz und der Kernstadt (hierzu: http://www.muehlacker.de/stadt/rathaus-politik/muehlackers-zukunft/).

Ein weiterer Punkt waren die Sanierungsgebiete unter anderem in Mühlhausen und Lienzingen. Die Bebauung des alten Ziegeleigeländes, des früheren Bijouteriegeländes in Dürrmenz und der Ersatz für den Mühlehof hänge nicht allein von der Stadt ab, sondern zunächst von Eigentümern und Investoren. Die Kommune selbst baue derzeit eine vierteilige Sporthalle, die 2017 bezugsfertig werde, plane eine neue Feuerwache - für jeweils acht Millionen Euro - sowie eine weitere Kinderkrippe. Der OB plädierte für weitere Wohngebiete angesichts der starken Nachfrage nach Bauplätzen, für bezahlbare Wohnungen durch die neue Stadtbau GmbH sowie für ein neues Gewerbe- und Industriegebiet.