Alfred Emrich

30.10.2016

Erinnerungen an den im KZ Auschwitz ermoderten jüdischen Industriellen aus Mühlacker

An die Geschichte des jüdischen Industriellen Emrich und seiner Familie, die mit ihm im KZ Auschwitz, starb wurde in dem 1980 erschienenen Buch "Eine Stadt wird braun" auf Seite 151 erinnert. Diese Einwohner Mühlackers starben als Nummern, die ihnen eintätowiert waren. In Ihrer Heimatstadt blieben sie lange namenlos. Das gab den Anstoß für Initiativen im Gemeinderat, eine Straße nach Alfred Emrich zu benennen (SPD-Fraktion im Mai 1983, CDU-Fraktion). Bald darauf erinnerte eine Gedenktafel am Uhlandbau an Emrich, der das Gebäude der Stadt geschenkt hatte. Mit dem Wohngebiet Goldshalde, entstanden in den achtziger und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts, gab es dann auch die Alfred-Emrich-Straße sowie die Ascher-Straße, die an den von den Nazis verfolgten Pädagogen Fritzmartin Ascher erinnert, der nach 1945 zeitweise Bürgermeister der Stadt Mühlacker war. 2009 ließ der Historisch-Archäologische Verein einen Stolperstein vor der früheren Villa Emrich, dem heutigene Kindergarten, verlegen.