B 35 zwischen Lienzingen und Illingen wieder offen

03.03.2017

Grund für die Sperrung intensive Waldarbeiten beiderseits der Straße auf einer Länge von etwa einem Kilometer

Lienzingen/Illingen - (enz) Die seit Anfang der Woche eingerichtete Sperrung der B 35 zwischen Lienzingen und Illingen wird am Wochenende aufgehoben. Grund für die Sperrung war eine intensive Durchforstung beiderseits der Straße auf einer Länge von etwa einem Kilometer, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. „Eine solche Maßnahme findet nur etwa alle 20 Jahre statt, um den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Deshalb fassen wir Waldabschnitte entlang der Straße sinnvoll zusammen und arbeiten sie dann an einem Stück zügig ab“, erklärt Revierleiter Marco Heinrich.

Das, so Heinrich, sei sowohl für die Waldarbeiter als auch für die Autofahrer am sichersten. Außerdem dauere die Sperrung der Straße dadurch weniger lang. Für einen zügigen Ablauf sorgten die Waldarbeiter des Staatswaldes und der Stadt Mühlacker, die Hand in Hand mit beauftragten Forstunternehmern zusammenarbeiteten.

„Besonders wegen der Standsicherheit der Esche müssen wir seit einigen Jahren entlang von Straßen nicht nur regelmäßig kontrollieren, sondern auch konsequenten durchforsten“, erläutert Forstamtsleiter Frieder Kurtz. Das Eschentriebsterben – eine Pilzerkrankung, die die Kronen der Bäume langsam absterben lässt und auch das Holz am Stammfuß zersetzt – zwingt die Förster, die Bäume zu entfernen, bevor sie zur Gefahr werden.

Von einem Wermutstropfen in der positiven Bilanz des Einsatzes an der B 35 berichtet Revierleiter Heinrich: Mehrere Bürger hätten die Absperrungen ignoriert und seien mit Auto oder Fahrrad in die Hiebsmaßnahme gefahren. „Verletzt wurde zum Glück niemand, es entstand jedoch an zwei Fahrzeugen Totalschaden“, sagt Heinrich kopfschüttelnd. Forstamtsleiter Kurtz appelliert deshalb eindringlich, die Warnschilder zu beachten: „Wir sperren die Straße nie ohne Grund. Wer die Absperrung missachtet, bringt unverantwortlich sich selbst und unsere Mitarbeiter in Lebengefahr."